2.9.2012 – Mustafa Said & Joss Turnbull

Mustafa Said -- Aoud Joss Turnbull -- Perkussion

Mustafa Said – ägyptischer Oud-Virtuose und eine der melodischsten Stimmen des Tahrir – und der deutsche Tombak-Spieler Joss Turnbull präsentieren erstmals gemeinsam in Deutschland ihr Repertoire aus klassischen arabischen Klängen und neuen Sounds, gepaart mit Texten über Widerstand und Freiheit. Die aktuelle Situation in Ägypten inspiriert die Musiker zu neuen musikalischen Ausdrücken. Sie erweitern die Klangmöglichkeiten Ihrer Instrumente. Die persische Kelchtrommel Tombak wird mit verschiedenen Stöcken und Folien gespielt und der Klang der arabischen Kurzhalslaute Oud wird durch den unkonventionellen Gebrauch des Plektrums moduliert.

Der Oudspieler, Sänger und Komponist Mustafa Said ist 1983 in Cairo geboren und arbeitet heute als Musiker und Direktor des Instituts für die Archivierung arabischer Musik und Forschung (AMAR) in Libanon. Als Gründer seines “Asil Ensemble” für klassische zeitgenössische arabische Musik nahm er zwei Alben auf und arbeitete für Film und Theater. Mustafa Said lehrt in Symposien und an der Antoine University Beirut. Neben Konzerten in Marocco, Japan, in den Emiraten und Europa beschäftigt er sich mit der aktuellen Situation des Landes Ägypten und zählt zu einer bekannten Stimme des Tahrir Platzes im ägyptischen Frühling 2011.

Joss Turnbull lernte bei dem iranischen Virtuosen Mohamed Reza Mortazavi die persische Kelchtrommel Tombak. Auf dem Musikkonservatorium (ITÜ) in Istanbul und in Syrien bei Jamal Asaqa vertiefte er sein Spiel auf Rahmentrommel und Riq. Als Dozent trägt er maßgeblich zum Musik -und Kursprogramm der Orientalischen Musikakademie Mannheim OMM bei. 2009 gründete er das Improvisations-Forum “Project Tamas” mit dem kölner Trompeter Pablo Giw mit dem er nach Syrien, Libanon und Iran reiste um dort mit Musiker zu arbeiten. Heute beschäftigt er sich vor allem mit Möglichkeiten der Klangerweiterungen seiner Instrumente.