Los Braços Traygo …

Los Braços Traygo Cansados
AL OUD meets LAUD — A SPANISH ROMANCE
‚MUSIC FROM THE ACOUSTIC NEIGHBORHOOD‘

This concert was recorded by the radio station SWR. The bradcasting is planned for spring 2017. If you are interested to get informed about the date please get in touch with us through this form here.

Dies ist eine halb-inszenierte Crossover Arbeit mit musikalischen Elementen aus der spanischen Renaissance verbunden mit traditioneller arabischer Musik, sowie neuen Werken der Komponisten Nehad El-Sayed und Lee Santana. „Los Braços Traygo Cansados …“ schließt Improvisationen mit ein und das in einer ganz ungewöhnlichen Besetzung: Sopran, Vihuela/Citra, Oud und Viola da Gamba. Zu den 4 Musikern kommt noch die theatralische Ergänzung die Bühnenpräsenz des ägyptischen Perfomance-Künstlers Omar Ghayatt hinzu, der auch Regiearbeiten übernimmt, so dass ein integriertes Gesamtwerk mit Teilinszenierung auf die Bühne gebracht wird.

Die Akteure sind:

Lee Santana ( USA/D ) Vihuela, Cittern & Komposition
Nehad El Sayed ( EGY/CH ) Oud & Komposition
Luciana Mancini ( Cl/D ) Mezzosopran
Paolo Pandolfo ( I/CH ) Viola da gamba
Omar Ghayatt ( EGY/CH ) Performance

Dieses Projekt wird gefördert durch das
Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg
aus dem Innovationsfonds Kunst

Sponsor-Innovationsfonds

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Der Ausgangsstoff für das Projekt ist die epische Romanze Pliego ‚Los Braços Traygo Cansados’, zusammengestellt am Ende des 16. Jahrhundert. Aus derselben Zeit entstammt eine Vertonung von einigen Strophen dieser Texte durch den Vihuelaspieler Enrique de Valderrábano. Seine Musik wird als musikalischer Kern bzw. Auslöser eingesetzt. Darüber hinaus kommen auch eine Fantasia von Valderrábano, ein Satz von Diego Ortiz und einige andere Lieder dieser Zeit hinzu, die dann eingebettet in neue Musikkompositionen von Nehad El-Sayed & Lee Santana sowie freie Improvisationen in Interaktion mit dem Performance Künstler stehen. So wird jede Aufführung zu einem eigenen Werk.
Die Geschichte erzählt von dem Krieg gegen die Mauren im 16. Jhd. auf der iberischen Halbinsel. Sie wird stark kontrastiert mit Texten aus der islamischen Mystik dieser Zeit, die eine hoch integrierende Haltung verkörperte, und im Vergleich zu der christlichen Auffassung, sehr fortschrittlich, zivilisierend, integrierend, ja sogar utopisch war.

„In der gesamten arabischen Musik spielen die sehr reichhaltigen Verzierungen eine wichtige Rolle. Ohne sie verlöre sie einen Großteil ihrer Essenz. … Allgemein besteht zwischen arabischen und europäischen Verzierungen eine große Ähnlichkeit.“ ( Sayed ). Hier nun begegnen sich die vermeintlich so unterschiedlichen Musikkulturen und bringen gemeinsam eine musikalische Komposition auf den Weg.

Sayed formuliert: „Diese Auseinandersetzung mit europäischer Mikrotonalität ist sehr interessant und hat mir geholfen meine kompositorischen Absichten genauer zu erkennen. Mich interessiert besonders, wie ich die horizontal organisierte arabische Mikrotonalität evolutionär erweitern kann. Meine Musik kann zwar auch rein melodisch sein, aber ich erweitere diese mit eigenen mikrotonalen Erfindungen, und dazu kommen eine oder mehrere andere Gegenlinien. Dabei spielt eine sehr wichtige Rolle, wo und wie ich die mikrotonalen Intervalle einsetze. Die mikrotonale „Dosierung“ hat grosses Gewicht.“

Veranstaltungsadresse:

St. Cyriak, D – 79295 Sulzburg